• Der Waldsee am Rüsselsheimer Ortsteil Bauschheim
    © Stadt Rüsselsheim am Main / Foto: Wilma Held

Wandern mit Wilma - Tour 1

Neun Kilometer in und um Bauschheim

Der jüngste Rüsselsheimer Ortsteil lockt mit seinem historischen Ortskern und viel Grün. In Bauschheim ist das Naturerlebnis immer nur ein paar Wanderschritte entfernt. 

  • Strecke: ca. 9 km
  • Dauer: ca. 2 bis 2,5 Stunden

Hallo Wander­freun­din­nen und -freunde!

Wandern mit Wilma

Heute bin ich in und um Bauschheim gewandert, dem jüngsten Rüsselsheimer Ortsteil, bis 1970 noch ein eigenes Dorf. Mein Startpunkt war der Parkplatz des Bauschheimer Friedhofes 1. Erst einmal ging es in den Ort hinein, vorbei an schönen Fachwerkhäusern 2, durch den alten Ortskern mit der Kirche 3, dann vorbei am Neubaugebiet mit angrenzenden Äckern. Zurück am Friedhof habe ich dann meine Rundtour um den Ort begonnen.

Wieder mal hatte ich Glück mit dem Wetter, obwohl ich zuerst nicht sicher war, ob der Tag wirklich trockenbleiben würde. Gleich am Anfang ist mir dann das passiert, was Wandern für mich so toll macht: eine nette, ungeplante Begegnung. Ich treffe auf Gisela und ihren Hund Devi A. Wir beschließen spontan, gemeinsam ein Stück durch die Wildnis zu gehen. Nebenbei erzählt sie mir von ihrem Beruf als Tierärztin – nicht das erste Mal, dass ich auf einer meiner Touren ganz zufällig Neues dazulerne.

In der Erlslache entdecken wir einen idyllischen Tümpel 4, bevor sich kurz vor den Streuobstwiesen unsere Wege wieder trennen und ich auf einen Seitenarm des alten Mainbettes 5 stoße, der heute auch verlandet ist. Hier merkt man wieder, dass unsere Gegend früher ein sehr feuchtes Gebiet gewesen sein muss. Der Main änderte ab Raunheim seine Richtung, führte östlich an Rüsselsheim vorbei (ein Überbleibsel davon ist die Horlache) und mündete bei Ginsheim in den Rhein, aber nicht ohne vorher noch kurz Bauschheim gestreift zu haben. Auch der Neckar „verirrte“ sich in unsere Gegend und floss in der Nähe von Trebur ebenfalls in den Rhein – damals.

Mein Weg führt mich weiter hin zum Börnchensee 6. Einsam gelegen und gerade deshalb so wunderschön! Wieder im Feld, lugt ganz im Hintergrund der Reiterhof Sonnenhof 7 hervor. An der Hinweisstele der Regionalpark RheinMain-Rundstrecke, die die möglichen Laufrichtungen anzeigt, entscheide ich mich für meinen ursprünglichen Plan: Es geht weiter rund um Bauschheim. Vorbei an Spargelfeldern quere ich den Keesgraben, der zur Entwässerung des linkerhand gelegenen Waldes und des Wohngebietes auf der anderen Seite dient. Roter Ginster auf dem Weg, vorbei an der leeren Ruhebank bis hin zum einladenden Kletterturm 8.

Hier nähert sich meine Wanderung schon dem Ende, aber zwei zusätzliche Highlights stehen noch an: Zum einen der Waldsee 9, der durch Kiesabbau entstanden ist, als damals die neue Autobahn bei Wiesbaden gebaut wurde. Wie mir begeistert ein Angler erzählt, ist der Sand dort auch in der Schiersteine Brücke verarbeitet. Vom tiefen See nun zur höchsten natürlichen Erhebung im Kreis Groß-Gerau, dem Bauschheimer Kalkhügel 10, mit seinen 96,4 Meter über Normalnull. Der sollte Anfang des letzten Jahrhunderts noch auf 100 Meter aufgefüllt werden, da man plante, einen Aussichtsturm zu errichten. Die Idee zerschlug sich, und die „Stookaut“, wie der Hügel auch genannt wurde, diente stattdessen im Krieg als Flakstellung, um die Angriffe auf das Opelwerk abzuwehren.

Über urwüchsige Pfade, dann entlang der Eselswiese, die einmal neues Bauland werden soll, also durch „Natur pur“, endet meine Wanderung an einer der 18 Regionalparkstelen 11 bei Bauschheim. Unglaublich, wie viel es hier zu sehen gibt! Allein schon der alte Ortskern lohnt einen Besuch, und dann noch die vielen Natureindrücke, bis hin zu den unterirdischen und deshalb auch unsichtbaren Wasserfällen, die ich im alten Dorf mehrmals überquert habe. Und wieder einmal habe ich festgestellt: Nicht nur in Büchern, im Internet oder auf den zahlreichen Hinweistafeln gibt es viel Wissenswertes zu erfahren…

Eure Wilma

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