• Haßloch mit Dreifaltigkeitskirche
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Wandern mit Wilma - Tour 4

Durch Haßloch und Haßloch-Nord

Das einstige Dorf Haßloch und der in den 1960er Jahren erbaute Stadtteil Haßloch-Nord bieten starke Kontraste und viel Grün rundherum.

  • Strecke: ca. 7,7 km
  • Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten

Hallo Wander­freun­din­nen und -freunde!

Wandern mit Wilma

Meine Tour rund um Haßloch habe ich wieder einmal am Parkplatz 1 zwischen Waldsee und Naturfreundehaus begonnen. Rechterhand liegt dort ein kleiner Trampelpfad. Dem bin ich „off road“ quer durch den Wald gefolgt, bis ich freien Blick auf das Waldschwimmbad hatte. An dessen Zaun ging es weiter entlang, vorbei am Übungsplatz des Vereins für Deutsche Schäferhunde. Dort werden auch Polizeihunde und die Zollhunde vom Frankfurter Flughafen trainiert. Weiter ging es auf einem Weg, der beidseitig eingezäunt ist. Ein kurzes Stück bin ich am Horlachgraben 2 gelaufen und dann rechts Richtung Alt-Haßloch abgebogen.

Über den Flörsheimer Weg, vorbei am Friedhof 3 des alten Dorfes, das 1951 eingemeindet wurde, habe ich die Unterführung 4 unter der Bundesstraße 486 genutzt. Anschließend konnte ich aus einiger Entfernung schon den Turm der Kirche Heilige Dreifaltigkeit 5 erblicken. Links davor befindet sich das Rüsselsheimer Brauhaus, als Gaststätte schon 1899 etabliert, in traditionellem Fachwerk. Links vorbei am alten Ordensschwesternhaus der Ursulinerinnen geht es wieder zum Horlachgraben 6, der bogenförmig um den Ortsteil herum verläuft.

Eigentlich wandere ich sogar lieber im Winter oder Frühjahr dort am Wasser entlang. Vorher ist durch das üppige Grün der Bäume nur an ganz wenigen Stellen ein guter Blick auf das Wasser möglich. Heute habe ich zwar keine Enten, dafür aber Welse gesehen. Im Südwesten von Haßloch ändert sich im weiteren Verlauf der Name von Horlach- in Beinesgraben. Bei dem stehenden Gewässer handelt es sich um einen der vielen alten Mainarme.

In Höhe der Virchowstraße habe ich das Naherholungsgebiet nach rechts verlassen und einige hundert Meter weiter das Einkaufszentrum „Dicker Busch II“ erreicht – gelegen im gleichnamigen Stadtteil, der in den 70er Jahren errichtet wurde. Das EKZ habe ich natürlich nicht durchquert, ohne vorher den „Dreiörterstein“ 7 umrundet zu haben. Dieser markiert den Punkt, an dem im Mittelalter die Grenzen der drei Ortschaften Haßloch, Königstädten und Rüsselsheim zusammenstießen.

Weiter führte mein Weg zum Ostpark, angelegt im Stil eines englischen Landschaftsgartens. Dort finden sich die „hängenden Wege“ des Kletterparks und der Minigolfplatz 8. Unter dem Hämmern des Schwarzspechtes, gestärkt mit den Brombeeren und leckeren Walderdbeeren A, lief ich auf meinem Weg parallel zum Waldfriedhof weiter. Viel Holzbruch B versprach dort eine Menge Arbeit für die Zukunft. Ich verließ den Ostpark nach rechts und hatte nun Haßloch-Nord vor mir liegen.

Nach dem Berliner Viertel war dieser Stadtteil in den 1960ern das zweite größere Projekt der städtischen Baugesellschaft gewobau. Rund 1.200 Wohnungen wurden hier gebaut, um dem rasanten Einwohnerwachstum Rüsselsheims Rechnung zu tragen. Im Zentrum von Haßloch-Nord plätschert heute das Wasser des Hasenbrunnens 9. Ein kleines Stück weiter, vorbei an einer Versammlung von Tauben C, liegt direkt der nächste Brunnen 10, der mit der Schlange. Nordwärts führte mein Weg am Turm der Versöhnungskirche 11 und einem Spielplatz vorbei zum – ihr erratet es wahrscheinlich schon – Horlachgraben 12, dem ich heute bereits zum dritten Mal begegnet bin.

Leider begann es jetzt zu tröpfeln. Was mich aber mehr entsetzt hat, ist der Vandalismus, der sich mir nun offenbarte. Eine junge Birke D liegt, brutal von ihrem Befestigungspfahl gerissen, abgebrochen parallel zum Weg im Gras. Am frühen Nachmittag habe ich die Sonnenuhr 13 mit diversen Beschreibungen 14 passiert, und ja: Sie geht richtig! Im Hintergrund lugte bereits das Dach des Naturfreundehauses 15 aus dem Wald hervor. Samstags und sonntags kann man dort 16 zur warmen Jahreszeit einkehren und kühle Getränke sowie Kleinigkeiten zum Essen genießen.

Hier näherte sich meine Tour, noch einmal vorbei an der Aufforstung verschiedener Baumarten auf zwei großen Flächen, ihrem Ende. Das Finale meines Wanderwegs verlief parallel der schmalen Asphaltstraße zum Naturfreundehaus wieder zu dem kleinen Parkplatz, an dem ich gestartet war. Und ich hatte tatsächlich Glück und habe es noch rechtzeitig vor dem starken Regen geschafft!

Eure Wilma

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