Industriekultur hautnah erleben: Die Opel Schmiede

Wo einst glühender Stahl, haushohe Schmiedehämmer und ein Dampfdruck von acht atü den Takt vorgaben, treffen sich am 13. September 2026 erstmals Oldtimer-Fans aus nah und fern in der Opel Schmiede – einem Ort, der erstmals für Besucherinnen und Besucher öffnet.
Die Schmiede von innen um 1939 mit den Schmiedehämmer rechts und links. ©

Die 1936/37 errichtete Halle M1 zählt zu den beeindruckendsten Zeugnissen der Rüsselsheimer Industriegeschichte.

Mit rund 260 Metern Länge, 24 Metern Breite und 15 Metern Höhe wurde sie wegen ihrer gewaltigen Ausmaße nicht ohne Grund mit der Titanic verglichen. Damals galt sie als die modernste Gesenkschmiede der Welt. Hier entstanden täglich bis zu 80.000 Schmiedeteile – darunter Kurbelwellen, Antriebswellen, Zahnräder sowie Fahrwerks- und Lenkungskomponenten für legendäre Opel Modelle.

Die Schmiede überstand den Zweiten Weltkrieg, wurde wieder aufgebaut und über Jahrzehnte modernisiert. Erst 2021 endete nach mehr als 80 Jahren ihre industrielle Nutzung. Seitdem steht die teilweise denkmalgeschützte Halle still – und öffnet nun für das Klassikertreffen erstmals ihre Tore für Besucherinnen und Besucher.

Aussenaufnahmen der Opel Schmiede damals und heute

Innenaufnahmen der Opel Schmiede damals und heute

Damit wird die Opel Schmiede zur perfekten Kulisse für das Klassikertreffen 2026: ein authentischer Ort, an dem sich Geschichte, Automobilkultur und der Wandel des Standorts auf einzigartige Weise verbinden. Aus einer der bedeutendsten Produktionsstätten Europas wird für einen Tag ein außergewöhnlicher Treffpunkt für automobile Klassiker – und ein Blick in die Zukunft eines historischen Industriedenkmals.

Das Klassikertreffen 2026 macht Industriekultur auf eindrucksvolle Weise erlebbar.

Ihr wollt mehr über die Industriekultur in Rüsselsheim oder die Geschichte von Opel erfahren?

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